Groß Laasch - Klarheit für Laascher Eltern

12.03.2020

Gemeinde und Volkssolidarität beantworten wichtigste Fragen zum anstehenden Trägerwechsel der Kita Groß Laasch

Nach den monatelangen Diskussionen um die Zukunft der Kita „Laascher Strolche“ haben jetzt endlich mal alle Beteiligten an einem Tisch gesessen. Gemeinsam mit der Volkssolidarität Südwestmecklenburg – aktueller Träger der Kita in Groß Laasch – hatte die Gemeinde zu einer Bürgerversammlung eingeladen. Vor allem für die besorgten Eltern endlich mal eine Möglichkeit, die dringendsten Fragen über die Zukunft der Betreuung ihrer Kinder klären zu können. Denn ab dem 1. Januar 2022 wird die Kita wieder von der Gemeinde betrieben (wir berichteten).

„Die Stimmung war friedlich, es gab kein böses Wort“, erklärt Bürgermeister Markus Lau. Etwa 40 Eltern und das gesamte Kita-Team waren der Einladung gefolgt. Die wichtigste Frage von Seiten der Eltern: Was passiert, wenn die Gemeinde zum Januar 2022 nicht ausreichend Personal für die Kita hat? Denn fest steht, dass alle Erzieherinnen bei der Volkssolidarität bleiben und somit die Groß Laascher Kita zum 31. Dezember 2021 verlassen werden. „Das ist der ausdrückliche Wunsch des Teams“, bestätigt Holger Mieth, Geschäftsführer der Volkssolidarität Südwestmecklenburg.

Die Gemeinde sei um einen fließenden Übergang bemüht, wie Markus Lau erklärt. Damit für die Kinder und Eltern nicht von einem auf den anderen Tag alles anders ist, sollen neue Erzieher schon vorher in der Kita eingearbeitet werden, um die Kinder und die Abläufe kennenzulernen. Dabei will die Volkssolidarität die Gemeinde unterstützen. „Unsere Mitarbeiterinnen haben sich bereit erklärt, den neuen Erziehern alles in einer Art Praktikum zu erklären. Das rechne ich Ihnen hoch an“, erklärt Holger Mieth. „So eine Bereitschaft nach dieser schweren Zeit zu zeigen, ist nicht selbstverständlich.“

Im kommenden Jahr will die Gemeinde mit der Suche nach neuem Personal beginnen. Dass ab dem 1. Januar 2022 direkt zehn neue Erzieher in Groß Laasch tätig sein werden, will Markus Lau nicht zusichern. „Aber ich bin optimistisch, dass wir auch diese Situation meistern werden.“ Auch über die Einrichtung der Kita müssen sich die Gemeinde und die Volkssolidarität in den kommenden Monaten einig werden. Denn der Großteil gehört dem jetzigen Träger. „Wir werden rechtzeitig eine Bedarfsplanung aufstellen. Das betrifft sowohl das Personal als auch die Ausstattung“, erklärt Markus Lau. Erst, wenn alle Kriterien erfüllt sind, erhält die Kita ihre Betriebserlaubnis vom Landkreis.

Für beide Parteien sei dieser Trägerwechsel eine neue, unbekannte Situation, wie Markus Lau und Holger Mieth erklären. „Im Interesse der Kinder werden wir deswegen auch zusammenarbeiten, um den Übergang so gut wie möglich gestalten zu können“, so der Bürgermeister. Am wichtigsten sei es jetzt erst einmal, dass Ruhe in die Kita einkehrt und alle Beteiligten Klarheit haben. Das habe man mit der Bürgerversammlung erreichen können.

„Trotzdem ist die Situation für unsere Mitarbeiterinnen hart“, so Holger Mieth. Er ist stolz auf sein Team in Groß Laasch, das zusammenhält und die Betreuung für die Kinder bis zum Trägerwechsel gewährleisten will. Anschließend werden die Frauen in anderen Einrichtungen der Volkssolidarität arbeiten können.

Denise Schulze

SVZ am 12.03.2020

 

Foto: Bürgermeister Markus Lau und Geschäftsführer der VS- SWM Holger Mieth