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Freiwillige Feuerwehr Groß Laasch

Vorschaubild

Neustädter Str. 2 a
19288 Groß Laasch

Vorstellungsbild

Gemeindewehrführer:
Mario Lembke

Ludwigsluster Str. 39

19288 Groß Laasch

Mobil: (0152) 01597397

 

Jugendwart:
Raik Mellmann
Krumme Str. 6
19288 Groß Laasch
Tel.: (03874) 620864

Mobil: (0157) 76310906

 

1866 wird die Anschaffung einer Feuerspritze geplant und auch in Auftrag gegeben. Ein Spritzenhaus mit Schlauchturm wird gebaut. Die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr erfolgt 1936. Sie zählt zu dieser Zeit 24 Mitglieder. 1994 weihen die Groß Laascher "Blauröcke" ihr neues Gerätehaus ein. 1995 feierte die Frauengruppe der FFW ihr 25-jähriges Bestehen. 2006 wurde das 70-jährige Bestehen der FFW gefeiert. Anlässlich dieses Ereignisses erhält die Feuerwehr ein neues Löschfahrzeug.

 

 

Geschichte des Feuers und der Feuerwehr Groß Laasch

Liebe Leser, ich möchte in meinem Bericht auf die Geschichte des Feuers und deren Nutzung und Beherrschung in der Gemeinde Groß Laasch anlässlich des 75-jährigen Bestehens der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr eingehen.

Um Plagiatsvorwürfen entgegen zu wirken, nenne ich zunächst die Quellen meiner Informationen. Da wäre zuerst der bereits verstorbene Pastor Wohlfahrt, der sich intensiv mit der Geschichte des Dorfes befasste und einige Hefte für die Bewohner der Gemeinde veröffentlichte. Weitere Informationen konnte ich aus der umfangreichen Chronik der Laascher Feuerwehr entnehmen, die von Hertie Lau erarbeitet wurde. Des Weiteren beziehe ich mich auf Gespräche mit alten bereits verstorbenen Kameraden. Dabei möchte ich stellvertretend für alle, den Kameraden Reinhold Gienke erwähnen. Der Rest des Berichtes beruht auf Erkenntnissen aus meiner über 43-jährigen aktiven Mitgliedschaft in dieser Wehr. 

 

Der Ort Groß Laasch wurde 1229 als Laceke erstmals in einer Urkunde aus dem Ratzeburger Zehntenregister erwähnt. Auf Grund von Ausgrabungen in der Dorfumgebung, wie der Fund von 26 Urnen westlich des Pfarrhauses am Blocksberg und eines Brennofens zwischen Groß und Klein Laasch kann man davon ausgehen, dass eine Besiedelung bereits in der Bronzezeit vor 7 bis 8000 Jahren vor unserer Zeitrechnung erfolgte. Um sich vor Übergriffen anderer Einwanderer, die den Lauf der Elde folgten, zu schützen, legten sich die ersten Einwohner abseits des Flusses im Wald auf einem Hügel einen Ort an, den sie Lacake nannten, was soviel, wie Walddorf heißt. Der Ort wurde wie viele andere in unserer Umgebung hufeisenförmig angelegt. Den Ursprung kann man noch heute an den Grundstücken um die Kirche bis hoch zum Kulturhaus erkennen. Aus diesen Erkenntnissen geht hervor, dass sich in dieser Gemeinde schon sehr, sehr lange mit den guten und bösen Eigenschaften des Feuers beschäftigt wurde. Das bedrohliche, vernichtende Feuer, das doch gleichermaßen wärmend und lebenserhaltend ist, übt von jeher eine Faszination aus, die sich nicht nur rational erklären lässt. Sogar die Gründungsurkunde des Dorfes ist 1291 bei einem Klosterbrand  in Eldena verbrannt und wurde 1291 neu nachgeschrieben. Diesem Umstand waren auch die Unstimmigkeiten bei der ersten großen Jahrfeier im Jahre 1981 zu verdanken, damals setzte man das Gründungsdatum auf das Jahr 1231.

 

Mit dem Einzug des Christentums in Mecklenburg um 1140 wurde Groß Laasch ein Kirchdorf und zum Mittelpunkt der umliegenden Orte, wie Klenow,  jetzt Ludwigslust, Techentin, Karstädt und Niendorf. Das Dorf heißt zu dieser Zeit Großen Lahtzke. Seit 1523 wurden die Pastoren des Ortes lückenlos erfasst und sorgten mit ihren Aufzeichnungen für die Nachvollziehbarkeit der Geschehnisse in und um diesen Ort. Das erste große Bauvorhaben des Ortes war wohl der Bau der neuen Kirche, die am 28.10.1792 geweiht wurde. Weitere interessante Begebenheiten sind 1651 der erste Lehrer im Ort, Tobias Dornbusch und das Jahr 1827 mit der Gründung einer Industrieschule. Auch die schweren Schicksale der Gemeinde wurden in der Kirchchronik festgehalten und so können wir heute vieles über die Naturgewalten und Feuersbrünste im Ort nachvollziehen.

1836 gab es einen schweren Sturm, bei dem 4 Häuser vernichtet wurden.

 

Über den ersten Großbrand wurde 1734 berichtet. Er begann auf dem Bauerngehöft Mellmann, heute das Grundstück rechts des Ortsausgangs Richtung Klein Laasch und breitete sich von der Kirche aus gesehen linksseitig bis in Höhe des heutigen Kulturhauses aus und sprang dort auf die andere Straßenseite über. Bei dem Brand ist ein 5-jähriges Mädchen umgekommen. Ausgelöst wurde das Unglück durch zwei Jungen, die einen Bienenschwarm ausräuchern wollten.

 

Über das 2. Großfeuer wird 1773 berichtet, es begann bei Bauer Baalke an einem auf der Scheune abgestellten Strohwagen und breitete sich entgegengesetzt des ersten Brandes vom heutigen Kulturhaus Richtung Pfarrhaus aus und vernichtete 6 Bauerngehöfte. Grund soll Pfeifenasche gewesen sein.

 

Der 3. Großbrand fand im Jahre 1849 statt und wurde böswillig gelegt. Ihm fielen 7 Bauerngehöfte zum Opfer. Schlussfolgernd aus diesem Brand wurde durch die Obrigkeit angewiesen, die Abstände der Bauernhäuser zu vergrößern. Durch diese Katastrophe und folgende kleinere Brände, ausgelöst durch Blitzschlag oder Fahrlässigkeit, begannen die Bürger des Ortes den Brandschutz zu organisieren.

Bis zum Entstehen der Freiwilligen Feuerwehr war es aber noch ein langwieriger Weg.

Es wurde zur Pflicht eines jeden Haushaltes, Hilfsgeräte zum Löschen des Feuers vorzuhalten. Dazu gehörten Eimer, Einreißhaken und Leitern. Jeder Bürger war verpflichtet bei der Löschung von Feuer aktiv mitzuwirken.

 

Es wurde ein Spanndienst für die Bauern angeordnet, um den Wassertransport abzusichern und Löschwasserteiche wurden angelegt. Die vier Teiche kann man heute noch in der Ortslage vorfinden. Um einen geordneten Ablauf bei Ausbruch eines Brandes abzusichern wurden Verantwortlichkeiten festgelegt. Durch einen Großherzoglichen Erlass wurden Brandmeister für die Gemeinden berufen.

 

Den ersten schriftlichen Nachweis fand man vom 11. Dezember 1895,  wo ein gewisser Joachim Meyer um seine Entbindung als 2. Brandmeister  auf Grund seines hohen Alters von 66 Jahren beim Herzoglichen Amt bat. Ab 1886 war als 1. Brandmeister der Erbpächter Johann Harloff und als 2. Brandmeister der Büdner Johann Breuel eingesetzt.

 

Am 17. Oktober 1864 setzten sich14 Bürger der Gemeinde und der damalige Dorfschulze Wiedow zusammen, um über die Zukunft des Brandschutzes zu entscheiden. Man stellte fest, dass die Anschaffung  einer Spritze für Groß Laasch von großem Nutzen sei. Die Gemeinde ist damals schon davon  ausgegangen, dass es für die Anschaffung von Amtswegen keine Unterstützung  geben wird. So wurde an diesem Tag aber festgelegt, für Groß Laasch ein „geordnetes Spritzenwesen“ nach dem Muster des Eldenaer-Glaisiner Verbandes einzuführen.

Dazu sollten auch Verhandlungen mit der Dorfschaft Techentin dienen, um sie in den Verband mit einzubeziehen. Dieses wurde aber auf Grund der Entfernung wieder verworfen. Des Weiteren wurde der Bau des ersten Spritzenhauses beschlossen. Auch die Finanzierung der Maßnahmen wurde wie folgt festgelegt: Ein Hauswirt zahlt soviel wie 4 Büdner, ein Büdner soviel wie 2 Häusler, 1 Häusler soviel wie 2 Einlieger. Die Kosten wurden also unter den Bürgern der Gemeinde verteilt. Der Schulze erteilte darauf hin die Aufträge zum Bau der Spritze und des Spritzenhauses. Die Spritze wurde in Neustadt-Glewe von der Firma Boltz gebaut und 1865 in Dienst gestellt, sie kostete 106 Thaler und 30 Courant.

Das Spritzenhaus wurde 1866 übergeben. Dass die Gemeinde auch früher nicht eigenmächtig handeln durfte, zeigt ein Schreiben vom 8.November 1866 an das Amt Grabow, wo die Genehmigung zum Bau eines neuen Feuerlöschteiches beantragt wurde. Es musste ein Flächennachweis erbracht werden und die Genehmigung zum Fällen von Gemeindeeichen beantragt werden.  

 

Am 6. März 1899 wurde für Groß Laasch eine Feuerlöschordnung erlassen. Hierin war namentlich festgelegt, welche Aufgaben jeder Bürger im Falle eines Brandausbruches wahrzunehmen hat. Auch an den Arbeitsschutz wurde bereits gedacht, so hatte jeder Bürger in heilem Schuhzeug zu erscheinen. Es wurde die Hilfe bei Bränden in Nachbardörfern geregelt und Strafen für Zuwiderhandlungen festgelegt. Es begann mit 60 Mark und ging bis zur Haft von 14 Tagen. Diese wurden auf Antrag des Gemeindevorstandes durch das Großherzogliche Amt Grabow vollstreckt.

In der Folgezeit wird in den Mecklenburger Nachrichten über zahlreiche Brände in Groß Laasch berichtet, hier nur einige Beispiele:

30. April 1899 Brand von 3 Gehöften, Ausgangspunkt war das heutige Grundstück Ludwigsluster Str.75;

23.Mai 1899 Brand des Hauses und der Scheune des Kaufmann Saffans;

12. Januar 1900 Brand des Wohnhauses des Büdners Breuel, Frau und Tochter konnten sich nur durch Sprung durchs Fenster retten;

23. Februar 1900 Brand von 4 Gebäuden ausgehend vom heutigen Grundstück Piel.

 

So ging es über die Jahre hinweg. Die meisten Brände waren Brandstiftungen, was mit der Einführung der Feuerversicherung in Verbindung stand.

So einige nutzten diese Möglichkeit, um dadurch ihr Haus zu modernisieren, wovon man ja auch noch heute hört. Durch Pastor Romberg wurde diesbezüglich in der Kirchenchronik über Gerichtsverhandlungen berichtet und Zeitungsausschnitte aus seiner Sammlung  sind in der Feuerwehrchronik wiedergegeben. Auf Grund dieser vielen Brände berieten sich einige Bürger der Gemeinde, wie man diesem schrecklichen Übel durch bessere Brandbekämpfung Abhilfe schaffen könnte und beschlossen eine Freiwillige Feuerwehr zu gründen. Man erkannte, dass das Löschen des Feuers nicht die Hauptaufgabe sein kann, es galt die Entstehung von Feuer zu verhindern.

 

Heinrich Hamann, der Sohn eines Büdners, beantragte am 02.Februar 1936 beim Landrat die Anerkennung einer öffentlichen Feuerwehr für Groß Laasch. Diese wurde am 30. Juni 1936 mit Anerkennung der Satzung bestätigt. Der Feuerwehr gehörten damals 23 Kameraden an, einige Nachfahren dieser Kameraden versehen noch heute ihren Dienst in der Wehr. Die Feuerwehr war dem Kreisbrandmeister unterstellt und Mitglied im Mecklenburgischen Feuerwehrverband mit Sitz in Güstrow.

Es begann eine organisierte Dienstdurchführung, die vorbildlich in den damaligen Dienstbüchern nachgewiesen wurde. Im Gegensatz zu heute spielten Exerzierübungen eine große Rolle.

Aus Brandberichten, wie dem  Brand vom 26.Mai 1939, ist ersichtlich, dass durch die schnelle Einsatzbereitschaft größerer Schaden verhindert werden konnte. Zu dieser Zeit erhielt die Feuerwehr auch ihre erste Motorspritze.

Die alte Handdruckspritze soll 1932 bei dem Brand des Wohnhauses Schütt, heute die ehemalige Bäckerei Sick, stark beschädigt worden sein. Im Jahr darauf brannte die alte Gaststätte auf dem Gelände des heutigen Kulturhauses ab, hier soll die Motorspritze Typ Vlada  mit einer Leistung von 300l/min erstmalig im Einsatz gewesen sein.

Durch die Einziehung zahlreicher Kameraden in den Heeresdienst wurde die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr erheblich geschwächt und ab Oktober 1939 Pflichtfeuerwehrmänner herzugezogen. Mit der Einstellung auf Bombenangriffe kamen neue Aufgaben auf die Feuerwehr zu. Hierzu zählt auch die Brandbekämpfung von zwei Gebäuden rechts des Ortsausgangs von Groß Laasch Richtung Klein Laasch nach einem Luftangriff der Alliierten.

Nach Kriegsende organisierte sich die Feuerwehr Groß Laasch neu. Laut einem Protokoll wurden am 10.01.1950 in Rafeldts Gaststätte  folgende Funktionen vergeben: Wehrleiter Friedrich Karlstorff, Schriftführer Hermann Behnke, Gerätewart Otto Karlstorff und Kassierer Walter Brauer.

Es wurden Hornisten bestimmt,  die im Brandfall die Einwohner alarmierten. Es gab zu dieser Zeit noch keine Sirene im Ort.

 

Als Kind erinnere ich mich noch an den Brand in der Grabower Str. bei Hannes Meyer, dass die Alarmierung per ungesattelten Pferd durch Heinrich Raßmann mit einer Fanfare erfolgte. Es begann wieder eine organisierte Dienstdurchführung und die Kameraden mussten bei zahlreichen Bränden im Ort  einsatzbereit sein. Hauptsächlich brannten in der Zeit die noch vorhanden Strohdachhäuser,  die durch Kriegseinwirkung  mit Brandmunition versetzt waren.

 

Ab dem Jahr 1951 wurden Wettkämpfe unter den nun in Wirkungsbereichen aufgeteilten Wehren organisiert. Von Beginn an beteiligte sich die Laascher Wehr zum Teil sehr erfolgreich an diesen Zusammenkünften. Am 15.01.1957 bestand die Feuerwehr aus 27 aktiven Kameraden, darunter noch keine Frau.

1960 wurde mit dem Bau eines neuen Gerätehauses am heutigen Standort begonnen. Das alte Haus stand direkt vor dem Eingang des Kulturhauses mit den Türen in Richtung Kirche. Das neue Gerätehaus wurde dann mehrmals umgebaut, bis es die heutige Form angenommen hat. So 1973 auf Grund der Zuführung des ersten Feuerwehrautos für Groß Laasch - unserem LO -, dann 1994 mit der Ablösung des LO’s  durch ein W50 TLF und dem GWG und im Jahr 2000 durch die Anschaffung des MTW.

 

Anfang der 60-er Jahre hatte Partei und Regierung im Rahmen der Emanzipation beschlossen, die Frauen mehr ins öffentliche Leben einzubeziehen. Grund war aber auch, die Frauen in die Feuerwehr und in den Zivilschutz einzugliedern, um mehr Männer für Kampfgruppen und Armee zur Verfügung zu haben. So trat man auch an die Führungskräfte der Feuerwehren heran, sich im Rahmen der sogenannten Kampfprogramme um dieses Frauenproblem zu kümmern. Um dem Genüge zu tun, kam unser langjähriger  Wehrleiter Reinhold Gienke 1963 auf die Idee, einfach einige Frauen der Feuerwehrangehörigen als Mitglieder zu führen und hatte so vor der Obrigkeit  seine Ruhe. So wurden unter anderem z. B. seine Frau Gerda Gienke und Inge Schuldt die ersten weiblichen Mitglieder. Was daraus entstand, ahnte damals noch keiner. In den folgenden Jahren kamen immer mehr Frauen dazu, die dann auch aktiv mitmachen wollten.

Es entstand zuerst  die sogenannte gemischte Gruppe. Immer mehr Frauen wurden Mitglied der Feuerwehr Groß Laasch, so dass es dann 1970 reichte, um eine reine Frauengruppe zu gründen. In Eldena gab es auch schon eine und es war Ansporn, durch fleißiges Üben besser zu sein als diese. Dies geschah damals nicht nur sportlich, auch theoretisch wurde Fachwissen vom ersten Verantwortlichen für die Frauengruppe, Walter Brauer, vermittelt. Der Schulungsraum für die Feuerwehr war die hintere Gaststube bei Rafeldts. Seine Ausbildung war wohl ein Grundstein für die weitere erfolgreiche Entwicklung der Groß Laascher Männer- und Frauengruppe. Erste Erfolge stellten sich ein und auf Kreisebene lieferten sich unsere Frauen spannende Wettkämpfe mit den Damen aus Eldena und den Männern in ihren Wirkungsbereichen.

Anfang der 70-er Jahre wurde dann, um die körperliche Ertüchtigung der Feuerwehrangehörigen zu erhöhen, der sogenannte Feuerwehrdreikampf eingeführt, heute nennt man es – fit for Feuer –. Bei diesen Wettkämpfen konnten unsere Männer und Frauen voll ihre Stärken zeigen.

 

Ich erinnere mich noch an eine Rückfahrt vom Kreisausscheid aus Eldena, bei der wohl jeder Teilnehmer aus Laasch etwas gewonnen hatte. Damals gab es statt Pokale noch Waren des täglichen Bedarfs, wie Blumenvasen, Geschirr und Ähnliches.

 

Nach den Erfolgen auf Kreisebene ging es für die Frauen dann weiter zum Bezirk und sogar zum DDR-Ausscheid. Hier belegte Betty Kulka im Jahre 1979 den 2. Platz und war auch in den Jahren 81, 83 und 84 erfolgreich.

Kameradin Gerlind Gienke belegte 1980 bei den DDR-Meisterschaften den 2. Platz und Kameradin Astrid Karlstorff 1981 den 6. Platz.

In den 80-er Jahren begann unter der Führung des inzwischen für die Frauengruppe verantwortlichen Kam. Günter Kulka der erste Generationswechsel. Die Erfolgsserie wurde fortgesetzt und mit der Frauengruppe unter ihrem Trainer Thomas Helbing mehrere Landesmeistertitel erkämpft. In dieser Zeit war von den Groß Laascher Männern auf Wettkampfebene weniger zu hören.

 

Große Einsätze standen aber auf dem Programm der Männer. Angefangen von großen Waldbränden, oft durch die Rote Armee verursacht, den Großbrand des Kunstgewerbelagers und des Goldleistenbetriebes in Grabow, der Kaufhausbrand und der Brand im Lager des Güterbahnhofes Ludwigslust. Von besonderer Bedeutung war der Brand im Stift Bethlehem. Dieser Einsatz zog sich über mehrere Tage hin.

Auch die für viele Feuerwehren komplizierte Zeit der Wende überstand die Laascher Feuerwehr ohne Probleme. Es kamen neue Anforderungen auf die Kameraden der Feuerwehren zu. Unterstützt wurde die damalige Wehrführung, unter Führung von Horst Stelzner, durch freundschaftliche Verbindungen mit den Feuerwehren jenseits der Elbe aus Hohnsdorf, Tespe und Reitbrook. Diese Beziehungen sind leider im Laufe der Zeit abgebrochen. Dafür bestehen heute freundschaftliche Beziehungen zur Feuerwehr aus Franeker in Holland. Es wurde eine neue Satzung erarbeitet, die Wehrführungen konnten wieder frei gewählt werden.

 

Durch die Bildung der Ämter wurden die alten Wirkungsbereiche aufgelöst und die Feuerwehren den Strukturen der Ämter zugeordnet. In den Ämtern wurden  Amtswehrführungen gewählt. Es wurde mit der Durchführung von Amtsausscheiden begonnen. Die ersten beiden wurden durch die Feuerwehr Groß Laasch in unserem Ort organisiert.

Beim ersten Amtsausscheid 1993 belegten die Frauen unter allen Männergruppen den ersten Platz. Am 07.09.1996 holten unsere Frauen in Bad Doberan den ersten Landesmeistertitel nach Groß Laasch, wie bereits berichtet.

Am 20.04.1996 wurde die Jugendfeuerwehr gegründet. Seit ihrer Gründung sind unsere Jugendlichen auf Amts- und Kreisebene aktiv vertreten und stärken nach dem Übertritt in die aktive Wehr die Anzahl der Kameraden.

 Das jüngste Kind der Laascher Feuerwehr ist die Floriangruppe, sie wurde am  04.03 2010 gegründet. Damit sind vom Kindergarten bis zu den Senioren alle Altersgruppen in der Laascher Wehr vertreten und haben sich bei den  Vorbereitungen zum75-jährigen Jubiläum eingebracht. 

 

Abschließend möchte ich noch alle Wehrführer der Feuerwehr Groß Laasch seit 1936 nennen. Es waren von 1936 bis 1938 Heinrich Hamann, von 1938 bis 1945 Ernst Engel, von 1945 bis 1954 Friedrich Karlstorff, von 1954 bis 1988 Reinhold Gienke, von 1988 bis 1992 Horst Stelzner,  von 1992 bis 2001 Günter Kulka und seit 2001 Thomas Helbing.

Ich denke,  jeder von ihnen gab einen großen Teil seiner Freizeit, wie auch die anderen Kameraden, um den Bürgern der Gemeinde zu jeder Tages- und Nachtzeit in schwierigen Lagen zu helfen.

Abschließend möchte ich auch an die jeweiligen Bürgermeister erinnern, die als oberster Dienstherr sich immer für die Belange der Kameraden eingesetzt haben, bis hin zum heutigen Markus Lau, der maßgeblichen Anteil bei der Beschaffung des neuen TLF hatte. Dafür sei noch mal allen gedankt.

Natürlich geht der Dank der Kameraden an unsere Sponsoren, die uns gerade in der finanzschwachen Zeit unterstützen. Unter dem Motto – Hilfe in Not ist unser Gebot – werden auch künftig die Kameradinnen und Kameraden der Groß Laascher Feuerwehr ihren ehrenamtlichen Dienst erfüllen.

Horst Stelzner

 


Aktuelle Meldungen

Groß Laasch - Ein Herz für Nachwuchs der Wehr

(19.01.2016)

Groß-Laascher Kameraden mit aktiver 13-köpfiger Jugendgruppe / Floriangruppe mit acht Mitgliedern

 

Für die Freiwillige Feuerwehr Groß Laasch ist dieses Jahr ein besonderes. Seit genau zehn Jahren pflegt sie eine Partnerschaft mit Blauröcken aus den Niederlanden. So werden sich die Groß-Laascher Kameraden in diesem Jahr auf die viereinhalbstündige Autotour nach Franekeradeel in der Provinz Friesland machen, um gemeinsam das Jubiläum zu feiern.

Die Freiwillige Feuerwehr Groß Laasch hat 73 Mitglieder. 13 von ihnen sind in der Jugendwehr und bilden damit den hoffnungsvollen Nachwuchs der Laascher Brandschützer, angeleitet von Raik Mellmann und seinen Stellvertretern Conny Krause sowie Mario Lembke. Dazu kommt auch noch die Floriangruppe der Sechs- bis Zehnjährigen mit acht Mitgliedern, die eher spielerisch in das Feuerwehrleben hineinschnuppern. Sie werden von Michael Krause angeleitet. Den Kern der Wehr bildet die Einsatzgruppe mit ihren 37 Mitgliedern. Die Laascher Feuerwehr ist mit ihrem Gefahrgutfahrzeug GWG 3 eine spezielle. Um so mehr wünschen sie sich eine generell bessere Zusammenarbeit mit dem Katastrophenschutz des Landkreises.

38 Einsätze hatten die Kameraden im vergangenen Jahr zu absolvieren – nicht nur beim Löschen von Bränden, sondern auch bei der technischen Hilfeleistung.

Die Gemeinde weiß, was sie von ihrer Feuerwehr hat. „Von der Gemeindevertretung haben wir viel Unterstützung“, bestätigt Wehrführer Ronny Mellmann. Er leitet zusammen mit seinem Stellvertreter André Babbel die Wehr. So haben die Kameraden einen zweiten Satz Rettungsgeräte bekommen, so dass sie jetzt einen kleinen und einen großen besitzen. Im Gegenzug bedanken sich die Kameraden mit dem Bemühen um einen ständig hohen Ausbildungsstand.

Mit den Vereinen im Dorf pflegen die Kameraden der Feuerwehr dagegen eine gute Zusammenarbeit. Das zeigt sich zum Beispiel immer beim Oster- oder beim Oktoberfeuer. Und die Groß-Laascher gehörten zu den Wehren des Amtes Ludwigslust-Land, die 2013 beim ersten Brandschutztag an der Wöbbeliner Theodor-Körner-Grundschule dabei waren, um den Mädchen und Jungen Grundzüge des Feuerwehrwesens nahe zu bringen. Ronny Mellmann weiß, dass viele Dinge in der Wehr so nicht möglich wären, wenn es die Sponsoren nicht gäbe. „Wir sind allen sehr dankbar, die uns sowohl in den Belangen der Erwachsenenwehr als auch des Feuerwehrnachwuchses unterstützen“, unterstreicht der Wehrführer.

 

von koen

SVZ am 19.01.2016

Foto zu Meldung: Groß Laasch - Ein Herz für Nachwuchs der Wehr

Groß Laasch - Aktive Jugendarbeit in der Freiwilligen Feuerwehr von Groß Laasch

(18.01.2016)

73 Mitglieder hat die Groß-Laascher freiwillige Feuerwehr. Hier wird eine aktive Jugendarbeit betrieben, denn neben den 37 Einsatzkräften gibt es 13 Mitglieder der Jugendwehr und noch einmal acht bei den ganz Kleinen, der Floriangruppe mit den Sechs- bis Zehnjährigen. Wir werden noch weiter über die Wehr berichten.

 

von koen

SVZ am 18.01.2016

Foto zu Meldung: Groß Laasch - Aktive Jugendarbeit in der Freiwilligen Feuerwehr von Groß Laasch